Arbeit der Beratungsstellen

 

 

Die Beratungsstellen FreiJa Freiburg und Kehl, Mitternachtsmission Heilbronn, FIZ Stuttgart und Solwodi in Ludwigshafen bieten kostenlose und vertrauliche Beratung und Begleitung für Frauen, die von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung und zur Arbeitsausbeutung betroffen sind.

Dazu gehört:

  • Krisenintervention
  • Organisation der Unterbringung an geschützen Orten
  • Beratung, bei Bedarf mit Dolmetschern
  • Erstversorgung mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Kleidung
  • Informationen zu rechtlichen Fragen in Bezug auf Aufenthalt und Sozialleistungen
  • Unterstützung im Umgang mit Sozialämtern, der Agentur für Arbeit und Ausländerbehörden
  • Bei Bedarf Vermittlung von medizinischer / psychologischer Versorgung
  • Unterstützung bei der Alltagsbewältigung
  • Vorbereitung von und Begleitung bei Gerichtsverfahren
  • Unterstützung bei der Perspektivenfindung in Deutschland oder dem Herkunftsland

Wir arbeiten mit Behörden und anderen Einrichtungen zusammen:

  • Polizei, v.a. mit Opferschutzbeauftragten
  • Justiz, v.a. mit Opferanwältinnen und – anwälten und der Staatsanwaltschaft bei Verfahren gegen Menschenhandel
  • andere Beratungsstellen (Frauenhäuser, Migrationsberatungsstellen, Bildungsträgern etc.)
  • Beratungsstellen in den Herkunftsländern der Frauen

Wir informieren und sensibilisieren durch Öffentlichkeitsarbeit:

  • als Referentinnen bei kirchlichen und kommunalen Veranstaltungen
  • mit Vorträgen in Schulen und Hochschulen
  • in der Ausbildung von MultiplikatorInnen
  • mit Öffentlichkeitsarbeit in Presse, Funk und Fernsehen

Wir sind bundesweit vernetzt im "Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V." (KOK) www.kok-gegen-menschenhandel.de


Finanzierung:

Die Beratungsstellen FreiJa, Mitternachtsmission und FIZ Stuttgart werden gefördert durch das Ministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.



Weitere finanzielle Unterstützung erhalten die Fachberatungsstellen in Baden-Württemberg z.B. durch (Aufzählung nicht abschließend):

  • die Evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg
  • das Diakonische Werk Baden und Diakonisches Werk Württemberg
  • das Innenministerium des Landes Baden-Württemberg
  • die Frauenarbeit der evangelischen Landeskirche Baden und Württemberg
  • Projektmittel der Europäischen Union
  • die Stadt Stuttgart
  • Spenden von Privatpersonen und Kirchengemeinden

Wir danken außerdem:

  • dem Land Baden-Württemberg für den Fonds für Opfer von Menschenhandel, der eine Nothilfe für betroffene EU-Bürgerinnen ermöglicht
  • der Diözese Rottenburg-Stuttgart für den Fonds für Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution, der eine Nothilfe für betroffene Drittstaatlerinnen ermöglicht
  • den Evangelischen Frauen in Baden für den Fonds für Opfer von Menschenhandel 
  • und privaten Spendern

die eine Einzelfallhilfe für Betroffene von Menschenhandel möglich machen. 

Zusätzliche Informationen